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Rotfuchs (Vulpes vulpes)

  • Autorenbild: Stefanie Balog Rueber
    Stefanie Balog Rueber
  • 22. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
Fuchs im Wald

Steckbrief:


Größe: Kopf-Rumpf-Länge 60–75 cm Schwanzlänge 30–45 cm Schulterhöhe bis ca. 40 cm


Gewicht: meist 5–8 kg (Männchen etwas schwerer als Weibchen)


Alter / Lebenserwartung: In freier Wildbahn etwa 4–7 Jahre Viele Jungfüchse sterben bereits im ersten Lebensjahr


Aktivitätszeiten: Überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv Im Siedlungsraum mitunter auch tagsüber zu beobachten




Vorkommen / Verbreitung

Der Rotfuchs ist in ganz Österreich verbreitet – vom Tiefland bis ins Hochgebirge in Höhen von rund 2.500 Metern. In Wien liegen Sichtungsmeldungen aus allen Bezirken vor, besonders häufig auch in stadtnahen Grünräumen und am Rand des Wienerwaldes.


Lebensraum

Füchse sind äußerst anpassungsfähig. Sie leben in Wäldern, Agrarlandschaften und zunehmend auch im Siedlungsraum. In Städten nutzen sie Parks, Gärten, Friedhöfe, Brachen und versteckte Hohlräume unter Gebäuden oder Gartenhäusern als Ruhe- und Aufzuchtsorte.


Aussehen / Erkennungsmerkmale

Typisch ist das rötlich bis rötlich-braune Fell mit weißer Bauchseite und markanter weißer Schwanzspitze. Die unteren Beinbereiche sowie die Rückseiten der Ohren sind schwarz. Füchse erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 60–75 cm, der buschige Schwanz wird 30–45 cm lang. Das Gewicht liegt meist zwischen 5 und 8 kg.


Nahrung

Der Rotfuchs ist ein Allesfresser und Nahrungsopportunist. Er frisst vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Vögel, Insekten, Regenwürmer, Schnecken, Aas sowie Früchte und Beeren. In Städten stammt ein großer Teil der Nahrung direkt oder indirekt vom Menschen, etwa durch Fallobst oder Essensreste.


Fortpflanzung / Lebensweise

Die Paarungszeit (Ranzzeit) liegt zwischen Dezember und Februar und ist durch laute, heisere Rufe gut hörbar. Nach rund 53 Tagen kommen im Frühjahr meist drei bis sechs Welpen zur Welt. Füchse jagen allein, leben aber in stabilen Familienverbänden mit gemeinsamem Revier. Jungtiere verlassen den Bau nach wenigen Wochen und lösen sich im Sommer vom Familienverband.


Besonderheiten

Füchse regulieren ihre Bestände über soziale Strukturen selbst. In nicht bejagten Populationen werden Tiere älter, Reviere bleiben stabil besetzt und nicht alle Weibchen pflanzen sich fort. In Städten leisten Füchse zudem einen wichtigen Beitrag zur Regulation von Mäusen und Ratten.


Gefährdungsstatus (Österreich)

Der Rotfuchs gilt in Österreich als nicht gefährdet. Die größte Gefahrenquelle für ihn stellt der Straßenverkehr dar. In Wien profitiert die Art von Jagdruhe und vergleichsweise stabilen Sozialstrukturen.



Schon mal einen Fuchs gehör?

Während der Ranzzeit (Paarungszeit) kann man sie oft in der Nacht rufen/bellen hören.


Rotfuchs_Ruede_Bellserie© Tembrock, Günter/Tierstimmenarchiv, Museum für Naturkunde Berlin (CC BY-SA)

Rotfuchs_Faehe_Bellstrophe© Tembrock, Günter/Tierstimmenarchiv, Museum für Naturkunde Berlin (CC BY-SA)


Auf Spurensuche

Eine Fuchsspur zu erkennen ist gar nicht so schwierig.



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